Mittwoch, 1. Juni 2016

Ein souveräner Weg zur Volksabstimmung ...

Grundeinkommen durch Volksabstimmung?
Was machen, wenn die Politik sich sperrt?

Ein souveräneR Weg zur Volksabstimmung
auf Bundes- und Verfassungsebene
5-Minuten-Rede zum Fest "Grundeinkommen abstimmen"
gehalten am 29.05.2016 in Berlin
von Ralph Boes
 
 
Liebe Freunde,
 
 
zunächst möchte ich der Schweizer Initiative Grundeinkommen und der Generation Grundeinkommen danken für die unglaubliche Initiative und für die riesige Aktion, die jetzt zur Schweizer Volksabstimmung führt.
 
Eine Schweizer Zeitung hat geschrieben, dass durch die Initiative
"die erregendste Debatte sein Menschengedenken" in der Schweiz losgetreten sei
– und das ist sicher die Wahrheit – und das gilt sicher nicht nur für die Schweiz.

 
Dann möchte ich dem Omnibus für direkte Demokratie danken, der das Thema für Deutschland mit dem in Deutschland so schwierigen Thema Volksabstimmung verknüpft hat.
 
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Wenn ich jetzt hier 5 Minuten sprechen darf, dann möchte ich zum letzten Punkt sprechen:
 
Wir haben ja in Deutschland das Problem, dass es eine Volksabstimmung nur in sehr eingeschränkter Weise gibt:
- hier und da zwar auf Landesebene,
- für die wesentlich wichtigeren bundespolitischen Fragen oder gar Fragen der Verfassung allerdings nicht.
 
Dass es solche Volksabstimmungen nicht gibt, liegt nun wahrhaftig nicht daran, dass sich nicht genügend Bürger mit Herzblut dafür eingesetzt hätten – ein hervorragendes Beispiel für ein solches Bürgerengagement ist ja gerade der "Omnibus" – sondern daran, dass die Politiker sich dagegen verschließen, weil sie ihre Macht dadurch gefährdet sehen.
 
Ich möchte jetzt einen Gedanken skizzieren, wie das Problem vielleicht zu bewältigen ist, bitte aber, das Gesagte nicht als Kritik an den bisherigen Bemühungen sondern als etwas ganz anderes aufzufassen.
 
Wir hatten letztes Jahr das 66.ste Jahr des Grundgesetzes gefeiert.      
33 Jahre, also die Hälfte davon, bedeuten im Volkszusammenhang ungefähr dasselbe, was 7 Jahre in der individuellen Biographie bedeuten.
 
Nach 7 Jahren in der individuellen Biographie und nach 33 Jahren im Volkszusammenhang werden immer große Entwicklungsschritte gemacht.
 
Vor 66 Jahren wurde uns das Grundgesetz wie eine Windel von außen an den Po gelegt. Jetzt sind wir ungefähr "14" damit geworden – und damit taucht ein ganz neuer "Raum" für uns auf, der vorher so vielleicht noch gar nicht betreten werden konnte:
 
Wenn man das Grundgesetz besieht, steht vorne auf dem Einband darauf:
"Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland". [1]
D.h. es ist uns wirklich wie eine Windel an den Po gelegt
und nicht aus unseren Kräften selbst entstanden.

 
Jetzt sind wir "14" damit – und da ist es, wie in der Schule, dass man nicht mehr von außen etwas vorgelegt bekommen, sondern SELBST etwas ergreifen will.
D.h., die alten Autoritäten – da sind zunächst die Besatzer und dann unsere Politiker –
müssen zur Seite treten,
- damit wir uns eigenständig mit den Welttatsachen, die ihr zugrunde liegen, auseinandersetzen
- und selbst die Grundlagen unserer Gesellschaft, den sog. "Gesellschaftsvertrag" erfassen und be-stimmen können.
 
Das Grundgesetz, wie wir es kennen, ist FÜR die BRD gemacht –
Wie schaffen wir es
es SELBST in die Hand zu bekommen?  
uns SELBST unseren Gesellschaftsvertrag zu machen?

 
Nun, während ganz vorne auf dem Grundgesetz
"Grundgesetz FÜR die Bundesrepublik Deutschland"
steht, steht ganz hinten, in seinem letzten Artikel, im Artikel 146:
"Dieses Grundgesetz (…) verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist." [2]
 
D.h., hier ist genau der Weg gewiesen, wie man zwischen 14 und 21 Jahren –
d.h., zwischen dem 66.sten und dem 99.sten Jahr des Grundgesetzes –
d.h. bis zur vollen Souveränität –
mit dem Grundgesetz umzugehen hat:
     
Wir haben uns als Volk unsere Verfassung selbst zu geben
– unabhängig von den übrigen Machtverhältnissen
– und vor allem gänzlich unabhängig vom Gefallen oder Nicht-Gefallen unserer Politik.
     
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Und da kommt jetzt die Idee, die ich gerne vorbringen möchte:
 
Wir richten eine Volksabstimmung ein an einem – noch zu ermittelnden –Tag X
- innerhalb der nächsten Jahre
- UNABHÄNGIG von der Politik!
in der wir folgende Fragen zur Abstimmung stellen:
    
1.) Ich stimme zu,
das Grundgesetz der BRD nach Artikel 146 als Verfassung der BRD zu übernehmen.
    
D.h., wir diskutieren nicht erst über verschiedene Verfassungsmodelle, die wir irgendwann dann einmal umsetzen wollen – und schieben damit den Start unserer Souveränität auf den Sankt Nimmerleinstag,
sondern erheben ganz  einfach das vorhandene Grundgesetz zur Verfassung
mit allen Fehlern, die es vielleicht hat.
     
Das ist der erste Akt der Übernahme der Volkssouveränität.
Damit die Sache aber auch SINN macht –
damit durch diesen Akt auch wirklich die Machtverhältnisse geändert werden und nicht nur dem Grundgesetz ein neuer Name gegeben wird –
ergänzen wir die Abstimmung durch folgende drei Punkte:
1.) Ich stimme zu,
den Artikel 20(2) des Grundgesetzes
"Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen … ausgeübt" [3]
in den Satz:
"Sie wird vom Volke in Wahlen und Volksabstimmungen ausgeübt"
zu ändern.
2.) Ich stimme zu,
dass vor wichtigen politischen Fragen und Grundsatzentscheidungen das Volk nach seinem Willen zu befragen ist.
3.) Ich stimme zu,
dass auch über die Inhalte der Verfassung allein und unmittelbar das Volk zu bestimmen hat.
       
Wir * denken,
dass die Erhebung des jetzigen Grundgesetzes - mit diesen drei Zusätzen zur Verfassung (!) - eine große Zustimmung im Volk erfahren kann
und man DANACH – durch die dadurch etablierte Volksabstimmung auf Länder – Bundes- und Verfassungsebene – auch alle anderen strittigen Punkte abarbeiten kann.
    
Wir denken, dass auch Politik und Presse sich kaum OFFEN gegen ein solches Projekt stellen können,
weil wir
1.) nur das derzeit gültige Grundgesetz – mit allen auch giftigen Änderungen, die es in der Zeit erfahren hat – zur Verfassung erheben wollen
und
2.) die Erhebung der Grundgesetzes zur Verfassung Inhalt des Grundgesetzes selbst
und die Einrichtung der Volkssouveränität der Grundauftrag des Grundgesetzes ist.
    
Wir sehen diesen Schritt für nichts anderes als den Türöffner für alle Veränderungen, auf die wir so lange warten, an.
Für nicht mehr - aber auch nicht für weniger!
Das Grundeinkommen kann dann auch in Deutschland zur Volksabstimmung gestellt werden.
  
Liebe Freunde, macht ihr mit?
 
 
  
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Anmerkung:
 zu *: "Wir", das sind inzwischen etliche Initiativen in Deutschland. Der Gedanke ist von Heinz Kruse, Hannover, entwickelt. S.: Verfassung vom Volk

  


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Nachtrag:
 

Ein EinwanD
 

Das wäre doch sehr ungünstig, wurde mir gesagt: einfach das bestehende Grundgesetz zur Verfassung zu erheben - und erst dann zu klären, was in der Verfassung stehen soll.

Die Antwort

Ja klar muss die Verfassung verbessert werden. Wenn wir aber zuerst darüber diskutieren, wie sie am Ende aussehen soll, entflammen unendliche Diskussionen, die uns immer weiter auseinander führen.

UND: Wir diskutieren als Vasallen, während "die da oben" Störfeuer und Störer in die Diskussion entsenden und immer weiter treiben, was sie wollen.

Indem wir das bestehende Grundgesetz zur Verfassung erheben - und dabei auf allen Ebenen die Volksabstimmung etablieren (!)
sind wir
sofort der Souverän - und können dann durch Volksabstimmung alles ändern.


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Samstag, 21. Mai 2016

news vom 2016-05-21

Liebe Interessenten der Vortragsreihe artikel20gg.de -
 
der Vortrag von Vorgestern ist online! >>  "Wer hat in unserem Staat das Sagen?"
Der Vortrag vom Ralph geht ca. 45 min. Die ersten 30 Minuten umreißt der das Feld, warum wir Volksabstimmungen nötig brauchen in Deutschland und Europa. Die Schweiz wird erwähnt als Vorbild für die richtige Stimmung ;-)
Den Gedanken, welches Werkzeug (VvV) wir als Bürger/innen einsetzen können,  um dahin zu kommen, was wir wollen und wie wir die Gesellschaft selbst gestalten, fängt ca. nach 30 Minuten an. Die Diskussion mit vier Grundfragen schließt nach dem Impulsreferat an. Ein Inhaltsverzeichnis wird noch erstellt und auf unsere Homepage eingepflegt.
 
 
Mit freundlichem Gruß
Steffi Burck
von der Ini artikel20gg.de

Samstag, 14. Mai 2016

News vom 2016-05-14


Liebe Interessenten der Vortragsreihe artikel20gg.de -

  
Es gibt zwei neue Veranstaltungen anzukündigen ;-)

1.)
Ralph Boes ist wieder Gast als Referent am 19.05.2016 beim "Runden Tisch" in der ev. Kirche in der er 2015 politisches Asyl erhalten hatte.
Die Veranstaltung mit dem Thema: "Wer hat im Staat das Sagen" beginnt um 18:00 und wird sich mit der klugen Idee Verfassung-vom-Volk beschäftigen. Mitdenken ist ausdrücklich gefragt! Siehe dazu auch unsere Mitteilung auf unserer Homepage.
2.)
Am 21.05.2016 in Berlin-Wedding geht's dann mal ganz anders weiter: Ralph Boes wurde von Künstlern eingeladen, zur aktuellen politische Lage seinen Standpunkt zu verlautbaren. Insb. entfacht durch den Böhmermann-Fall. Sie laden ein mit den Worten:
"Wie heißt eine Veranstaltung, in der Dichter, Denker und Musiker reden, während andere dabei zuschauen? Wenn es Jauch und Lanz und Kerner nie gegeben hätte, würde man TALK SHOW sagen. So aber heißt es kurz und knapp: „Carsten Klatte, Ralph Boes, Cellolitis und ToM Manegold sagen ihre MEINUNG über FREIHEIT und machen KUNST“. Ein musikalisches Kolloqium.

Für unsere Facebookfreunde: 

Diese Veranstaltung findet statt
am 21.05.2016
um 20:00
im Periplaneta Literaturcafé Berlin
Bornholmer Str.81a, 10439 Berlin
  
Mit freundlichem Gruß
Steffi Burck
von der Ini artikel20gg.de
    
  
 

Sonntag, 10. April 2016

News vom 2016-04-10

Liebe Interessenten der Vortragsreihe artikel20gg.de -
unser Verein hat sich in der letzten Sitzung am 22.3.16 entschlossen eine Kooperation mit dem Verein Verfassung-vom-Volk für den gemeinsamen politischen Ansatzpunkt einzugehen: die Verfassung mit bundesweiter Volksabstimmung zeitnah in die Hände des Souveräns zu bekommen. Siehe unsere Mitteilung auf unserer Homepage.
Zur Rolle und Bedeutung von VvV hat sich diese Tage Ralph Boes geäußert in einer Antwort auf eine Blog-Kritik von Josef Hülkenberg.
Außerdem ist endlich der letzte Vortrag vom 26.2.16 (Diana Aman) online, wir hatten technische Probleme und bitten die nicht ganz so tolle Qualität des Videos zu entschuldigen.
Mit freundlichem Gruß
Steffi Burck
von der Ini artikel20gg.de

Freitag, 8. April 2016

Zur Rolle und Bedeutung von VvV

 
Eine Auseinandersetzung zur Rolle und Bedeutung von VvV
in der Frage der Entwicklung der Demokratie

- Ralph Boes -


Lieber Joseph –

ich sehe deine Enttäuschung  – und ich verstehe sie.
In gewisser Weise geht es Dir nicht anders, als es mir ergangen ist. Du weißt: Ich stehe für bedingungsloses Grundeinkommen – und in VvV ist nicht mit einem einzigen Wort davon die Rede. Und so ist es mit ALLEN Gedanken, die man zur Verbesserung unserer Demokratie, zur Regionalisierung usw. haben kann. Von NICHTS davon ist in dem Vorschlag von VvV die Rede.

Trotzdem finde ich VvV inzwischen unaussprechlich gut!
VvV bietet den Ansatzpunkt, in der Politik wieder etwas im Sinne des Volkes / der Bevölkerung zu bewegen – auch wenn die Politik selbst das absolut nicht will!

Heute haben wir ja das Problem, dass wir so viele Dinge gerne ändern würden – aber die sog. Politik uns einfach übergeht. Sie wird schon lange nicht mehr vom Volk, sondern fast ausschließlich von den Geldmärkten und von den Großkonzernen gesteuert und tritt oft gegen den Willen der Menschen und der Bevölkerungen der Länder an. Dass das Volk der Souverän sei, wie im Grundgesetz gefordert – das heute zu behaupten, ist absurd.
 
VvV stellt da die Machtfrage! Die Stärke von VvV liegt nicht darin, dass  Ideen entwickelt werden, wie die Republik – oder wie Europa – weiter entwickelt werden können. Weder geht VvV auf die Gemeinwohlökonomie, noch auf Grundeinkommen, noch auf sonst irgendetwas im großen Spektrum der Ideen zur Erneuerung der Demokratie, der Wirtschaft, des Rechtswesens, des sozialen oder des kulturellen Lebens in Deutschland oder Europa ein.

VvV stellt einfach die Machtfrage: WER hat überhaupt etwas zu bestimmen? Geben uns – wie heute – die Geldmärkte und die Wirtschaft unsere Strukturen und Gesetze vor? Oder bestimmen wir uns als Menschen, als Bevölkerungen und Bürger der Verhältnisse, in denen wir leben und für die WIR letztlich auch alle selber bürgen, d.h. "den Kopf hinhalten" müssen, selbst?

Ohne dass diese Frage gestellt und zu unseren Gunsten beantwortet ist – und VvV ist da das einfachste und überzeugendste Mittel ! – stehen wir mit allen unseren weiterführenden Gedanken und Ideen da, wie ein Maler ohne Leinwand und Pinsel, ein Erfinder ohne Werkstatt und Material, ein Baumeister ohne Steine, Grund und Boden. Alle unsere Ideen bleiben Träume, die wir nicht umsetzen können, wenn wir selbst der Souverän nicht sind.

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Erst wer die Macht hat, hat das Sagen!
Die Macht selbst in die Hand zu bekommen – über die Verfassung und über die Politik – nur DAFÜR ist VvV geschaffen. Und da muss man nicht in erster Linie auf den Vortrag von Heinz Kruse (VvV) schauen - sondern sich einfach einmal ansehen, was da vorgeschlagen wird. Und dann muss man sich fragen: was würde geschehen, wenn eine Abstimmung mit diesen Fragen POSITIV vom Volk beschieden würde … ???

Vorgeschlagen wird eine freie Volksabstimmung: außerhalb der derzeit gültigen Gesetze aber gegründet auf Artikel 146 GG:
1) Ich stimme zu, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 146 GG als Verfassung der Bundesrepublik Deutschland zu übernehmen.
 
2) Ich stimme zu, den Artikel 20(2) des Grundgesetzes in folgender Form neu zu fassen:
Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Volksabstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt. Die Ergebnisse von Volksabstimmungen sind bindende Grundlage für politisches Handeln.
 
3) Ich stimme zu, den Artikel 20(5) des Grundgesetzes in folgender Form neu zu fassen:
Vor wichtigen politischen Fragen und Grundsatzentscheidungen ist das Volk nach seinem Willen zu befragen.
 
4) Ich stimme zu, den Artikel 146 des Grundgesetzes in folgender Form neu zu fassen:
Das Volk bestimmt alleinig und unmittelbar über die Inhalte der Verfassung. Ein geeignetes praktisches Verfahren ist dem Volk innerhalb von zwei Jahren zur Abstimmung vorzulegen.
Was kann durch eine derartige Volksabstimmung gewonnen werden?
- Durch Punkt 2 wird die Volksabstimmung endlich in die Verfassung integriert
- Durch Punkt 3 werden die politischen Richtungsentscheidungen (TTIP?, Militär ins Ausland? usw. usf.)
- und durch Punkt 4 selbst Veränderungen der Verfassung bindend in die Hand des Volkes gelegt.
Im Sinne des Axioms des Grundgesetzes, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, wären das alles Selbstverständlichkeiten. In der Schweiz sind diese Selbstverständlichkeiten bereits seit 150 Jahren Realität. Politische Hybris hat die Durchsetzung dieser "Selbstverständlichkeiten" bei uns aber bisher verhindert und das Volk zum bloßen Zuschauer in der – von oben herab betriebenen - Politik gemacht.

Um diese – inzwischen höchstgefährliche - politische Selbstermächtigung auszuhebeln, schlägt nun Heinz Kruse (VvV) vor, an Artikel 146 GG anzusetzen:
 
Nach diesem Artikel "verliert (das Grundgesetz) seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die vom deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossen worden ist".
 
Die Erhebung des Grundgesetzes zur Verfassung liegt also ganz in UNSERER Macht. Da kann die Politik nichts dagegen sagen, weil sie selbst nicht der Souverän, sondern nur ein Erfüllungsgehilfe des Volkswillens und ein Akteur im Rahmen des Grundgesetzes ist, bzw. sein darf.

Sie muss den Akt akzeptieren, ob sie will oder nicht …
Indem wir nun nach Satz 1 der Abstimmung das geltende Grundgesetz zur Verfassung erheben – nehmen wir den Politikern die Butter vom Brot.
 
Sie können da nichts dagegen sagen, da sie auf dieses Grundgesetz JETZT SCHON verpflichtet sind und es, ob noch sauber oder nicht, auch nach Ihrem Gusto ausgestaltet haben.
 
Am INHALT können sie also SO nicht rütteln und auch das Volk nicht für verrückt erklären, wenn es unbedingt das Grundgesetz zur Verfassung erheben will. Es hat nach Artikel 146 das unumstößliche Recht dazu.
 
Was ihnen aufstößt, ist allerdings die FORM: denn dass das Volk an der Verfassung mitzudenken und mitzuentscheiden hat, ist ihnen bis jetzt nicht aufgefallen …

Durch die Erhebung des Grundgesetzes zur Verfassung erheben wir uns auf die systemimmanenteste, gewaltloseste und selbstverständlichste Weise der Politik gegenüber selbst zum Souverän: Ab jetzt bestimmen WIR, was im Staat zu gelten hat und was nicht.  – Und damit wir der Souverän ab dann AUCH BLEIBEN – dafür sind Satz 2 bis 4 gegeben.

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Ich habe noch nie eine so sauber entwickelte, einfache und praktische Idee gesehen, um das unsägliche Machtgebaren unserer Politik (welches in Wahrheit allerdings nichts anderes als pure Ohnmacht gegenüber der Wirtschaft und den Geldmärkten ist) zu beenden.
 
- Natürlich kann man fragen, ob das derzeitige Grundgesetz zu einer von uns gewünschten Verfassung schon genügt; ob es nicht besser wäre, vor der Abstimmung über eine Verfassung erst einen Verfassungsentwurf zu erstellen, der besser unseren Vorstellungen und Einsichten entspricht …

Dass das derzeitige Grundgesetz im Sinne seiner Ideale noch Entwicklungspotential hat und auch unseren Vorstellungen und Einsichten bei weitem noch nicht genügt - darin stimme ich absolut mit Dir überein.

Wenn wir die Diskussion über die Inhalte des Grundgesetzes / der Verfassung aber VOR der Selbstermächtigung beginnen, werden wir NIE zum Ziele kommen, denn das braucht gewaltig Zeit – und JEDER einzelne Punkt spaltet die Gemüter!

Wenn wir wirklich der Souverän sein wollen, der wir laut Verfassung sind, dann müssen wir den Politikern ZUERST die Macht entreißen und ihnen DANN diktieren können, was wir wollen.

Erst die Verfassung in unsere Hand und dann die Veränderungen der Verfassung durch Volksabstimmung – anders herum kann der Weg jetzt nicht mehr gehen.

Heinz Kruse sagt sehr bescheiden, dass seine Ideen nur der Türöffner sind … Sie sind es tatsächlich – für die Durchsetzung aller weiteren Reformen in Richtung Demokratisierung unserer Länder. Sie stellen sie aber nicht nur den Türöffner, sondern sozusagen den "archimedischen Punkt", den Hebelpunkt für die MACHBARKEIT der Reformen dar.
Ohne diesen Hebelpunkt werden alle unsere Reformideen ins Leere gehen.

 
 
Mit herzlichstem Gruß,
Berlin, den 08.04.2016
Ralph (Boes)
 
 
 

Samstag, 13. Februar 2016

Nachbereitungstermin-Verfassung-vom-Volk-2016-02-18

Nachbereitungstermin:
 
Liebe Interessenten der Vortragsreihe artikel20gg.de -
 
am 18.02.16 wollen wir den Vortrag von Heinz Kruse vertiefen! Es war eine gelungene Veranstaltung und wir bedanken uns für das konkrete politische Fachwissen und einen Ansatzpunkt von Heinz Kruse zum Mittun! In 2-3 Tagen werden wir die Aufzeichnung vom 12.2.16 online stellen, hier >>

Hier ist die Dokumentation vom 12.2. auf Youtube schon zu finden.
 
  • Zum Vergrößern anklicken
    VERFASSUNG VOM VOLK
    Von der Parteienherrschaft zur Bürgerdemokratie
    Ein Lösungsansatz von Heinz Kruse 
      
  • Nachbesprechung
    am Donnerstag, den 18. Februar 2016,
    um 19.30 Uhr in der Waldorfschule Mitte, Weinmeisterstr. 16/ Eingang Gormannstrasse , 10178 Berlin
  • Der Eintritt ist frei -
    Eine Spende für Raumkosten etc. und zur Fortführung der Arbeit ist erwünscht.
              
VVV konkretisiert einen wesentlichen Ansatzpunkt zur Wende obrigkeitsstaatlicher Politik in eine echte Bürgerdemokratie. Werden wir Teil und bringen Bewegung in die unerträgliche Starre - gemeinsam!
  
Der Vortragende kann nun leider doch nicht am 18.2. persönlich teilnehmen, obwohl es so eingeplant war.
 
Hier geht's zur Homepage von Verfassung vom Volk >> 
Bitte teilt & sagt es weiter - denn so kann es nicht weitergehen!
   
Und zu guter Letzt die Vorankündigung zu unserer letzten Veranstaltung am 26.02.2016.
Um 19.30h wird Diana Aman zum Thema
"Widerspruch der Werte. Arbeitsethos contra Grundgesetz?"
sprechen.
 
 
Mit freundlichem Gruß
Steffi Burck
von der Ini artikel20gg.de

Samstag, 6. Februar 2016

Vortrag Heinz Kruse - Verfassung vom Volk 2016-02-12

  
Vortrag:
 
 
Liebe Interessenten der Vortragsreihe artikel20gg.de -
 
 
wir freuen uns ganz besonders auf den Ideenreichtum und das konkret politische Fachwissen von Heinz Kruse und laden Sie herzlich zu unserer - zunächst - vorletzten Veranstaltung innerhalb unserer Vortragsreihe ein:


  • Zum Vergrößern anklicken
    VERFASSUNG VOM VOLK
    Von der Parteienherrschaft zur Bürgerdemokratie
    Ein Lösungsansatz
    Referent: Heinz Kruse 
      
  • am Freitag, den 12. Februar 2016,
    um 19.30 Uhr  im Haus der Demokratie,
    Greifswalder Str. 4, Saal im Hof , 10405 Berlin
     
  • Der Eintritt ist frei -
    Eine Spende zur Fortführung der Arbeit ist erwünscht.
              
Die Veranstaltung  konkretisiert einen wesentlichen Ansatzpunkt zur Wende obrigkeitsstaatlicher Politik in eine echte Bürgerdemokratie. Während der erste Teil des Abends dem Referat vorbehalten ist, wird der zweite Teil des Abends im Gespräch gestaltet. 
  
Wegen der Wichtigkeit der Sache setzen wir für Donnerstag, 18. Februar 2016, 19.30h Uhr einen vertiefenden Nachbereitungstermin an.
Den Ort werden wir rechtzeitig auf unserer Homepage bekanntgeben.
Auch ein Video der Veranstaltung  stellen wir zeitnah auf unserer Webseite zur Verfügung.
 
 
Hier geht's zur Homepage von Verfassung vom Volk >> 
 
Bitte teilt & sagt es weiter - denn so kann es nicht weitergehen!
 
   
Und zu guter Letzt die Vorankündigung zu unserer letzten Veranstaltung am 26.02.2016.
Um 19.30h wird Diana Aman zum Thema
"Widerspruch der Werte. Arbeitsethos contra Grundgesetz?"
sprechen.
 
 
Mit freundlichem Gruß
Steffi Burck
von der Ini artikel20gg.de
  
 
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Abbestellen des Newsletters: ralphboes-buero@gmx.de

Freitag, 5. Februar 2016

Geburtsanzeige


Heute haben wir den neuen hier vorliegenden News-Blog erstellt.
Im Hintergrund eine handschriftliche Fassung des Intention der Initiative.
Wir sind tüchtig stolz auf unser Baby.
 
Steffi und Ralph :-)